ILE "Fränkisches Markgrafen- und Bischofsland" ist jetzt ein Verein
Der Himmelkroner Bürgermeister Gerhard Schneider unterzeichnete als Vorsitzender im Beisein seiner Kollegen als Erster die Satzung des Vereins

Bayerische Rundschau vom 26.01.2017:

Von einem historischen Tag für die Arbeitsgemeinschaft "Fränkisches Markgrafen- und Bischofsland" sprach gestern Landrat Klaus Peter Söllner (FW). Im Sitzungssaal des Rathauses Himmelkron hoben alle Bürgermeister, die an diesem Projekt der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) beteiligt sind, einen gemeinsamen Verein aus der Taufe. Er wurde in erster Linie dafür gegründet, um einen Manager einstellen zu können, der die Projekte der ILE so voranbringen soll, dass sie die Kommunen auch umsetzen können. Zum Vorsitzenden wurde Himmelkrons Bürgermeister Gerhard Schneider gewählt. Die beiden Stellvertreter sind die Bürgermeister Holger Bär aus Goldkronach und Karl Philipp Ehrler aus Stammbach. 14 Städte, Märkte und Gemeinden aus den Landkreisen Kulmbach, Bayreuth und Hof streben in dem Verein eine noch intensivere Zusammenarbeit an. Zur Vorbereitung auf die Gründungsversammlung habe man sich intensive Gedanken gemacht und sogar ein zweitägiges Seminar in Klosterlangheim besucht, so Schneider. "Hier wurde uns gezeigt, was möglich ist und was man verbessern kann." Die Mitglieder wollten über Landkreisgrenzen hinweg gemeinsam etwas anschieben. Die Beratung und Verabschiedung der Satzung dauerte gerade mal eine halbe Stunde. Zweck des Vereins ist die Förderung, Erhaltung und nachhaltige Entwicklung der natürlichen Lebensgrundlagen, der regionalen wirtschaftlichen, touristischen und sozialen Entwicklung und der kulturellen Identität. Die Organe des Vereins sind die Mitgliederversammlung und der Vorstand, der durch Arbeitskreise unterstützt werden soll. Ordentliche Gründungsmitglieder sind die Städte Bad Berneck, Gefrees und Goldkronach, die Märkte Marktleugast, Marktschorgast, Stammbach, Wirsberg und Grafengehaig sowie die Gemeinden Bindlach, Harsdorf, Himmelkron, Ködnitz, Neuenmarkt und Trebgast. Baudirektor Hans Rainer Albart vom Amt für Ländliche Entwicklung wies darauf hin, dass man nun einen Allianz-Manager einstellen könne. Die Personalkosten würden über einen Zeitraum von sieben Jahren mit 75 Prozent gefördert. Werner Reißaus